Endometriose: Symptome, Sexualität und Kinderwunsch

Übersicht

  1. Was ist Endometriose?
  2. Wie viele Menschen sind betroffen?
  3. Typische Symptome der Endometriose
  4. Endometriose und Adenomyose im Vergleich
  5. Endometriose und Kinderwunsch
  6. Wie Sexualtherapie bei Endometriose unterstützt

1. Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine chronische, häufig schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, ausserhalb der Gebärmutter ansiedelt. Diese Herde können sich an den Eierstöcken, im Bauchraum oder an anderen Organen befinden. Das Gewebe reagiert auf hormonelle Veränderungen im Zyklus und kann Entzündungen, Schmerzen und Verwachsungen verursachen.

Viele Betroffene durchlaufen eine lange Leidensgeschichte, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Das macht Aufklärung und Sichtbarkeit umso wichtiger.

Bist du auch betroffen und spürst, dass dich das Thema im Alltag oder in deiner Beziehung begleitet? Dann kann eine Sexualtherapie dich dabei unterstützen, einen neuen, stärkenden Umgang damit zu finden.

Endometriose ist eine chronische, häufig schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, ausserhalb der Gebärmutter ansiedelt.
Foto von Sasun Bughdaryan auf Unsplash

Wenn du tiefer verstehen möchtest, was Endometriose im Körper genau bedeutet, gibt dir dieses Video einen verständlichen Einblick in die Erkrankung und ihre Auswirkungen im Alltag:

Zum Video

2. Wie viele Menschen sind betroffen?

Endometriose betrifft weltweit etwa jede zehnte menstruierende Person. Das entspricht rund 190 Millionen Menschen. Die tatsächliche Zahl könnte noch höher liegen, da die Erkrankung oft unerkannt bleibt oder Symptome fehlinterpretiert werden.

Bist du auch betroffen und spürst, dass dich das Thema im Alltag oder in deiner Beziehung begleitet? Dann kann meine Sexualtherapie dich dabei unterstützen, einen neuen, stärkenden Umgang damit zu finden.
Foto von Monika Kozub auf Unsplash

3. Typische Symptome der Endometriose

Die Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich sein, was die Diagnose zusätzlich erschwert. Viele Symptome ähneln anderen Erkrankungen oder werden als „normale“ Menstruationsbeschwerden abgetan. Zudem sind sie nicht immer konstant vorhanden, sondern können zyklusabhängig auftreten oder sich im Laufe der Zeit verändern.

Heute wird Endometriose zunehmend mithilfe von spezialisiertem Ultraschall und bei Bedarf durch MRT (Magnetresonanztomografie, bildgebendes Verfahren)erkannt, was eine schonendere Abklärung ermöglicht. Dennoch ist die Erkrankung nicht immer eindeutig sichtbar, weshalb die Diagnose weiterhin herausfordernd bleibt und in manchen Fällen erst durch eine Bauchspiegelung gesichert werden kann.

Häufig berichten Betroffene von:

  • Starken Menstruationsschmerzen
  • Schmerzen beim vaginalen Sex
  • Chronischen Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Starker Erschöpfung
  • Unregelmässigen Blutungen
  • Unerfülltem Kinderwunsch

Im Rahmen einer Bauchspiegelung können die betroffenen Organe direkt betrachtet, Gewebeproben entnommen und vorhandene Endometrioseherde häufig bereits im selben Eingriff entfernt werden.

Eine hilfreiche Orientierung bietet dir Endo-Help, wo du eine Übersicht über spezialisierte medizinische Einrichtungen findest, die Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Endometriose haben und interdisziplinär zusammenarbeiten.

Heute wird Endometriose zunehmend mithilfe von spezialisiertem Ultraschall und bei Bedarf durch MRT (Magnetresonanztomografie, bildgebendes Verfahren)erkannt, was eine schonendere Abklärung ermöglicht.
Foto von Yuris Alhumaydy auf Unsplash

4. Endometriose und Adenomyose im Vergleich

Neben der Endometriose gibt es eine verwandte Erkrankung, die sogenannte Adenomyose. Beide werden oft verwechselt, unterscheiden sich jedoch in ihrer Lokalisation.

Bei der Adenomyose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein. Im Gegensatz dazu befindet sich das Gewebe bei Endometriose ausserhalb des Uterus.

Typische Merkmale der Adenomyose sind

  • Ein vergrösserter und oft druckempfindlicher Uterus
  • Sehr starke und verlängerte Menstruationsblutungen
  • Intensive krampfartige Schmerzen

Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken. Auch in Bezug auf Schmerzen, Sexualität und Kinderwunsch zeigen sich ähnliche Herausforderungen, weshalb eine ganzheitliche Betrachtung besonders wichtig ist.

An diesem Punkt kann gezielte Unterstützung einen entscheidenden Unterschied machen. In der Sexualtherapie begleite ich dich dabei, einen neuen Zugang zu deinem Körper, deiner Sexualität und deiner Beziehung zu finden. Hier geht es zur Terminbuchung:

5. Endometriose und Kinderwunsch

Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinflussen, muss es jedoch nicht zwangsläufig. Viele Betroffene werden auf natürlichem Weg schwanger, während andere auf medizinische Unterstützung angewiesen sind. Gründe dafür können unter anderem Verwachsungen im Bauchraum sein, eine eingeschränkte Funktion der Eileiter, entzündliche Prozesse im Körper oder hormonelle Dysbalancen.

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für viele Betroffene eine grosse emotionale Belastung und wirkt sich häufig auch auf das Selbstbild sowie auf die Beziehung(en) aus.

Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinflussen, muss es jedoch nicht zwangsläufig.
Endometriose kann die Fruchtbarkeit beeinflussen, muss es jedoch nicht zwangsläufig. Foto von Saad Chaudhry auf Unsplash

6. Wie Sexualtherapie bei Endometriose unterstützt

Sexualität ist ein feines Zusammenspiel aus Körper, Psyche und Beziehung. Wenn Schmerzen, Anspannung oder negative Erfahrungen dazukommen, verändert sich oft der Zugang zur eigenen Sexualität ganz grundlegend. Viele Betroffene erleben einen inneren Konflikt zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Angst vor Schmerz oder Überforderung. Genau hier braucht es einen neuen, achtsamen Zugang, der wegführt von Druck und Erwartungen und hin zu mehr Selbstbestimmung und Sicherheit im eigenen Körper.

In der Sexualtherapie schaffen wir zunächst einen Raum, in dem alles da sein darf, ohne Bewertung und ohne Leistungsanspruch. Gemeinsam arbeiten wir daran, den eigenen Körper wieder besser zu spüren und zu verstehen, Signale frühzeitig wahrzunehmen und ihnen mit mehr Achtsamkeit zu begegnen. Dabei geht es auch darum, einen liebevolleren Umgang mit sich selbst zu entwickeln und Scham oder Unsicherheiten Schritt für Schritt zu lösen.

Ein weiterer wichtiger Teil ist die Stärkung der Kommunikation in der Beziehung. Denn oft bleiben Bedürfnisse, Ängste oder Grenzen unausgesprochen, was zu Missverständnissen oder Rückzug führen kann. Hier unterstütze ich dabei, Worte für das zu finden, was bisher vielleicht schwer greifbar war, und neue Formen von Nähe und Intimität zu entdecken, die sich stimmig und gut anfühlen.

So entsteht nach und nach ein neuer Zugang zu Sexualität, der nicht von Schmerz oder Druck geprägt ist, sondern von Verbindung, Vertrauen und Lebendigkeit. Mein Angebot ist dabei individuell, einfühlsam und lösungsorientiert ausgerichtet, mit dem Ziel, dass du deine Sexualität mit Endometriose wieder als etwas Positives und Kraftvolles erleben kannst.

„Sexualität darf sich verändern, wenn der Körper sich verändert. Entscheidend ist nicht, was nicht mehr geht, sondern was sich neu entdecken und erweitern lässt.“

Endometriose und Adenomyose sind komplexe Erkrankungen, die weit über körperliche Symptome hinausgehen. Sie beeinflussen das Leben, die Beziehung und die Sexualität.

Mit dem richtigen Wissen, medizinischer Begleitung und therapeutischer Unterstützung ist es möglich, neue Wege zu finden. Wege, die nicht von Schmerz bestimmt sind, sondern von Selbstbestimmung, Verbindung und Lebensqualität.

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ein Portrait von Melina Dobroka

Melina Dobroka, Sexologin, Basel

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Zyklus 3

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

… kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (z.B. Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren. (Beratung, Therapie, Selbsthilfe)

… kennen psychische Veränderungen in der Pubertät (z.B. verstärkte Scham und Befangenheit, veränderte Einstellung zum eigenen Körper, erwachendes sexuelles Interesse) und wissen, dass diese zur normalen Entwicklung gehören

… können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (z.B. Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung).

… können Darstellungen von Männer- und Frauenrollen sowie Sexualität in Medien auf Schönheitsideale und Rollenerwartungen analysieren und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung kritisch betrachten.

…reflektieren eigene Erwartungen und Anspruche in ihrem Umfeld an Beziehungen, Freundschaften, Partnerschaft und Ehe.(Freundschaft, Partnerschaft, Ehe)

… verbinden Sexualität mit Partnerschaft, Liebe, Respekt, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung und können sexuelle Orientierungen nichtdiskriminierend benennen. (Hetero-, Homosexualität)

… kennen ihre Rechte im Umgang mit Sexualität und respektieren die Rechte anderer. (Selbstbestimmung, Schutzalter, sexuelle Orientierung, Schutz vor Abhängigkeit und Übergriffen)

… können Verhaltensweisen und ihre Auswirkungen im Bereich Sexualität kritisch beurteilen. (Risiken, Übergriffe, Missbrauch, Pornografie, Promiskuität, Prostitution)

… verfügen über ein altersgemässes Grundwissen über die menschliche Fortpflanzung, sexuell übertragbare Krankheiten und Möglichkeiten zur Verhütung.

… kennen die Wirk- und Anwendungsweise verschiedener Mittel und Methoden zur Empfängnisverhütung und können deren Risiken und Nebenwirkungen vergleichen

… kennen Krankheiten, die häufig sexuell übertragen werden, und können erläutern, wie man sich davor schützt.

… wissen um die Verantwortung beider Geschlechter für Empfängnis und Verhütung.

…kennen altersgemässe Medien und Informationsquellen zur Sexualaufklärung.

…können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z.B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential).

Folgende Themen ergeben sich aus diesen Kompetenzen:

  • Gruppenzwang
  • Pornografie: Umgang und Gefahren
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • erstes Mal
  • weitere

Themen für weiterführende Schulen:

  • Beziehungen
  • Lebensstile
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • sexuelle Rechte
  • Berufsspezifische Themen

Zyklus 2

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

…setzen sich mit dem Zusammenhang von Freundschaft, Liebe und Sexualität auseinander.
…können Qualitäten von Freundschaft und Liebe beschreiben (z.B. Zuneigung, Vertrauen, Gleichberechtigung)
… können über die zukünftige Entwicklung zu Frau und Mann nachdenken
… können Veränderungen des Körpers mit angemessenen Begriffen benennen. (Stimmbruch, Menstruation)
… verstehen Informationen zu Geschlechtsorganen, Zeugung, Befruchtung, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt. (Bau und Funktion der Geschlechtsorgane)
… erhalten die Möglichkeit Fragen und Unsicherheiten bezüglich Sexualität zu äussern
… können Geschlechterrollen (z.B. Merkmale, Stereotypen, Verhalten) beschreiben und hinterfragen sowie Vorurteile und Klischees in Alltag und Medien erkennen
… können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Pubertät (körperliche Veränderungen)
  • Menstruation
  • Erektion
  • erster Samenerguss
  • erster Kuss
  • Verliebtsein, Liebe
  • Beziehungen
  • Bedeutung von Sexualität
  • Pornografie: Umgang und Informationen
  • sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität
  • sexuelle Lust
  • Solosexualität (Selbstbefriedigung)

Zyklus 1

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Schüler:innen…

… können Unterschiede im Körperbau von Mädchen und Knaben mit angemessenen Begriffen benennen.
… können anhand von Beispielen Rollenverhalten beschreiben und vergleichen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Ich und mein Körper
  • Mädchen/Jungs
  • Gender
  • Freundschaft, Liebe