Mein erfolgreicher Weg von der Pädagogik zur Sexologie in Basel

Übersicht

  1. Meine Ausgangslage als Lehrer:in
  2. Der Wandel in meiner Berufsentscheidung
  3. Meine Entscheidung Sexologie zu studieren
  4. Meine Erkenntnisse nach dem Sexologie-Studium
  5. Menschen begleiten, Sexualität stärken

1. Meine Ausgangslage als Lehrer:in

Mein Name ist Melina Dobroka, und ich lebe und arbeite in Basel. Schon immer war es mein Traumberuf, Lehrerin zu werden. Diesem Feuer bin ich mit viel Mut, Ehrgeiz und Leidenschaft gefolgt. Besonders hat mich die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kindern und deren Neugier für die Welt begeistert. Ich selber hatte eine wunderbare Lehrerin, die mich inspirierte und motivierte, stets neugierig zu bleiben. Mit diesem Verständnis entschied ich mich, Pädagogik zu studieren, um Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie in ihrer Persönlichkeit, Kreativität und Entfaltung zu begleiten und nachhaltig zu fördern.

Icon von Sexualtherapie Basel

2. Der Wandel in meiner Berufsentscheidung

Als ich selber Pädagogin wurde, konnte ich von den positiven Erfahrungen profitieren. Ziemlich schnell jedoch verlor ich stückweise «mein Leuchten» in den Augen. Dasselbe hatte ich auch schon bei den Kindern beobachtet. Das stimmte mich nachdenklich. Wie konnte es sein, dass ich nach ca. 7 Jahren bereits «abgelöscht» war?
Ich machte mich auf diese Suche nach neuen Inputs und besuchte eine Weiterbildung zum Thema «Sexualpädagogik». Ich war direkt motiviert, dies auch mit meiner damaligen Klasse anzugehen und das Thema Sexualität und Körper anzusprechen. Bei der Arbeit merkte ich, dass die Kinder genau «dieses Leuchten» in den Augen hatten und immer mehr wissen wollten. Mir erging es genau gleich!

Als Sexologin arbeite ich in einer Praxis in Basel.
Als Sexologin arbeite ich in einer Praxis in Basel.

3. Meine Entscheidung Sexologie zu studieren

Aufgrund dieses Erlebnisses wollte ich den Kindern eine professionelle, altersgerechte und fachlich korrekte Sexualaufklärung ermöglichen. Ich begann, mich intensiv auf die Suche nach fundierten Weiter- und Ausbildungen zu machen, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah sind. Nach umfangreicher Recherche entschied ich mich schliesslich, einen Master in Sexologie am ISP in Uster zu starten. Dieser Masterstudiengang wurde in der Schweiz zum ersten Mal angeboten und entstand in Kooperation mit der Hochschule Merseburg in Deutschland. Die Verbindung von theoretischem Wissen, praktischen Methoden und einem interdisziplinären Ansatz überzeugte mich sofort und öffnete mir neue Perspektiven für meine Arbeit.


4. Meine Erkenntnisse nach dem Sexologie-Studium

Ich habe gelernt, Sexualität ganzheitlich zu verstehen.
Durch den sexologischen Ansatz erkannte ich, wie stark körperliche, psychologische und soziale Faktoren zusammenwirken und wie Sexualität über Erfahrungen und Lernen geprägt wird.

Ich fühle mich sicher in der sexualtherapeutischen und sexualpädagogischen Begleitung.
Das Studium hat mir praxisnah gezeigt, wie ich Menschen mit fundierten Methoden, Beratungswerkzeugen und einem klaren wissenschaftlichen Hintergrund professionell unterstützen kann.

Ich habe neue berufliche Perspektiven und ein starkes wissenschaftliches Fundament gewonnen.
Mir wurde bewusst, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten als Sexolog:in sind und dass ich mich sowohl praktisch als auch wissenschaftlich weiterentwickeln kann.

Die Bereiche Sexualpädagogik und Sexualtherapie wurden dabei zusammen angeboten. Zunächst wollte ich den sexualpädagogischen Teil abschliessen, merkte jedoch immer stärker, dass mich die Beschäftigung mit sexualtherapeutischen Themen persönlich und beruflich gleichermassen beflügelte. Stück für Stück konnte ich mir «mein Leuchten» zurückerobern, und dafür bin ich sehr dankbar, da es mir nun ermöglicht, Menschen authentisch, einfühlsam und kompetent zu begleiten. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wertvoll kontinuierliches Lernen und persönliche Entwicklung für die eigene Arbeit und Lebensfreude sind.

5. Menschen begleiten, Sexualität stärken

Nach beinahe vier Jahren Studium schätze ich heute die Arbeit mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten noch viel mehr und bin immer wieder tief beeindruckt, welche einzigartigen Geschichten und Erfahrungen die Menschen zu mir in die Praxis bringen. Es ist ein grosses Geschenk, dass ich als Sexolog:in Menschen bei ihren intimsten Anliegen begleiten darf, sie in ihrer Sexualität unterstützen und gemeinsam Lösungen finden kann. Dabei erlebe ich immer wieder, wie mit der Zeit das Leuchten in ihren Augen zurückkehrt, ein Moment, der mich selbst erfüllt und motiviert, und der mir zeigt, wie wertvoll es ist, Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

ein Portrait von Melina Dobroka
Sexualpädagogische Arbeit ist ein Bestandteil des Lehrplan 21. Die präventive Arbeit schützt Kinder und stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein.

Möchtest auch du dein Leuchten zurückhaben? Dann melde dich bei mir für ein Erstgespräch!

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ein Portrait von Melina Dobroka

Melina Dobroka, Sexologin, Basel

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Zyklus 3

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

… kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (z.B. Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren. (Beratung, Therapie, Selbsthilfe)

… kennen psychische Veränderungen in der Pubertät (z.B. verstärkte Scham und Befangenheit, veränderte Einstellung zum eigenen Körper, erwachendes sexuelles Interesse) und wissen, dass diese zur normalen Entwicklung gehören

… können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (z.B. Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung).

… können Darstellungen von Männer- und Frauenrollen sowie Sexualität in Medien auf Schönheitsideale und Rollenerwartungen analysieren und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung kritisch betrachten.

…reflektieren eigene Erwartungen und Anspruche in ihrem Umfeld an Beziehungen, Freundschaften, Partnerschaft und Ehe.(Freundschaft, Partnerschaft, Ehe)

… verbinden Sexualität mit Partnerschaft, Liebe, Respekt, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung und können sexuelle Orientierungen nichtdiskriminierend benennen. (Hetero-, Homosexualität)

… kennen ihre Rechte im Umgang mit Sexualität und respektieren die Rechte anderer. (Selbstbestimmung, Schutzalter, sexuelle Orientierung, Schutz vor Abhängigkeit und Übergriffen)

… können Verhaltensweisen und ihre Auswirkungen im Bereich Sexualität kritisch beurteilen. (Risiken, Übergriffe, Missbrauch, Pornografie, Promiskuität, Prostitution)

… verfügen über ein altersgemässes Grundwissen über die menschliche Fortpflanzung, sexuell übertragbare Krankheiten und Möglichkeiten zur Verhütung.

… kennen die Wirk- und Anwendungsweise verschiedener Mittel und Methoden zur Empfängnisverhütung und können deren Risiken und Nebenwirkungen vergleichen

… kennen Krankheiten, die häufig sexuell übertragen werden, und können erläutern, wie man sich davor schützt.

… wissen um die Verantwortung beider Geschlechter für Empfängnis und Verhütung.

…kennen altersgemässe Medien und Informationsquellen zur Sexualaufklärung.

…können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z.B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential).

Folgende Themen ergeben sich aus diesen Kompetenzen:

  • Gruppenzwang
  • Pornografie: Umgang und Gefahren
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • erstes Mal
  • weitere

Themen für weiterführende Schulen:

  • Beziehungen
  • Lebensstile
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • sexuelle Rechte
  • Berufsspezifische Themen

Zyklus 2

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

…setzen sich mit dem Zusammenhang von Freundschaft, Liebe und Sexualität auseinander.
…können Qualitäten von Freundschaft und Liebe beschreiben (z.B. Zuneigung, Vertrauen, Gleichberechtigung)
… können über die zukünftige Entwicklung zu Frau und Mann nachdenken
… können Veränderungen des Körpers mit angemessenen Begriffen benennen. (Stimmbruch, Menstruation)
… verstehen Informationen zu Geschlechtsorganen, Zeugung, Befruchtung, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt. (Bau und Funktion der Geschlechtsorgane)
… erhalten die Möglichkeit Fragen und Unsicherheiten bezüglich Sexualität zu äussern
… können Geschlechterrollen (z.B. Merkmale, Stereotypen, Verhalten) beschreiben und hinterfragen sowie Vorurteile und Klischees in Alltag und Medien erkennen
… können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Pubertät (körperliche Veränderungen)
  • Menstruation
  • Erektion
  • erster Samenerguss
  • erster Kuss
  • Verliebtsein, Liebe
  • Beziehungen
  • Bedeutung von Sexualität
  • Pornografie: Umgang und Informationen
  • sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität
  • sexuelle Lust
  • Solosexualität (Selbstbefriedigung)

Zyklus 1

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Schüler:innen…

… können Unterschiede im Körperbau von Mädchen und Knaben mit angemessenen Begriffen benennen.
… können anhand von Beispielen Rollenverhalten beschreiben und vergleichen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Ich und mein Körper
  • Mädchen/Jungs
  • Gender
  • Freundschaft, Liebe