Orgasmus – ich will dich zurück!

Warum der Höhepunkt ausbleibt und wie du ihn wiederfindest

Übersicht

  1. Ein Tabuthema mit grosser Wirkung
  2. Warum bleibt der Orgasmus aus?
  3. Wann hatte ich eigentlich meinen letzten Orgasmus?
  4. Wie hilft Sexualtherapie?
  5. Drei wirksame therapeutische Wege
  6. Dein Körper darf leuchten
Ein Orgasmus! Ein Höhepunkt! Was, wenn dieser ausbleibt? Hier erfährst du mehr!
Ein Orgasmus ist ein reflexartiges Geschehen. Genuss und Spüren stehen im Vordergrund.

Ein Orgasmus ist ein reflexartiges, körperlich-emotionales Höhepunktserleben, das im Solosex wie auch in der Paarsexualität entstehen kann. Viele Menschen beschreiben beim Aussprechen des Wortes „Orgasmus“ ein Leuchten in den Augen, eine Mischung aus Freude, Spannung und Sehnsucht. Doch was, wenn dieser Höhepunkt nicht mehr gelingt? Wenn er nur selten auftritt oder sogar ganz ausbleibt?

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1. Ein Tabuthema mit grosser Wirkung

Der Orgasmus ist ein sensibles Thema. Viele Menschen empfinden Scham, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht normal zu sein. Genau deshalb ist es so wichtig, darüber zu sprechen. Dieser Blogbeitrag möchte das Thema enttabuisieren, Wissen vermitteln und Menschen ermutigen, sich mit ihrer Orgasmusfähigkeit liebevoll auseinanderzusetzen.

Viele Mythen kreisen um den Orgasmus. Indem wir darüber sprechen, brechen wir Tabus und verändern unser Denken.
Nach dem Orgasmus erfolgt die Ejaktulation. Bei vielen Menschen bleibt der Orgasmus jedoch aus.

2. Warum bleibt der Orgasmus aus?

Viele Menschen erleben Stress, Überlastung oder mentale Belastungen, die Körperwahrnehmung und Entspannung beeinträchtigen. Auch Beziehungsthemen wie Konflikte, Distanz oder unausgesprochene Erwartungen wirken direkt auf Lust und Erregung. Hinzu kommen körperliche Faktoren wie Medikamente, hormonelle Veränderungen oder Krankheiten. Manche hatten noch nie einen Orgasmus, andere verlieren ihn durch Unsicherheit, Druck oder belastende Erfahrungen. All das kann frustrieren und Beziehungen belasten, doch Sexualität ist kein Automatismus, sondern ein Prozess, der sich entwickeln und verändern darf.

Wenn du noch mehr Infos zum Thema „Orgasmus“ möchtest, folge dem Link. Sie führt dich auf die Wegseite von lilli.ch:

Der Orgasmus ist ein sensibles Thema. Viele Menschen empfinden Scham, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht normal zu sein.

3. Wann hatte ich eigentlich meinen letzten Orgasmus?

Diese Frage löst bei vielen Menschen Nachdenklichkeit aus. Manche erinnern sich kaum daran. Andere wissen genau, dass der Orgasmus nur in bestimmten Situationen ausbleibt. Viele berichten, dass der Orgasmus beim Solosex möglich ist, in der Beziehung jedoch nicht. Dazu ein Beispiel aus meiner Praxis:

Urs, 53, beschreibt es so:
Wenn ich mich selbst berühre, ist es kein Problem. Ich weiss, was ich mag und kann dem folgen. Wenn meine Frau dabei ist, fühle ich mich unter Druck. Manchmal tut mein Penis danach sogar weh. Das frustriert mich sehr.

Solche Erzählungen sind häufig und verständlich.

Kennst du solche Gedanken? Belasten sie dich? Wenn du einen Veränderungswunsch hast, melde dich für eine Kennenlernsitzung bei mir in der Praxis in Basel:

4. Wie hilft Sexualtherapie?

In der Therapie geht es darum, die Ursachen sichtbar zu machen und neue Wege zum Spüren zu eröffnen. Zu Beginn stelle ich Fragen wie wann das Problem begann, ob es immer oder nur in bestimmten Situationen auftritt, ob der Orgasmus beim Solosex gelingt oder nur bei Penetration ausbleibt und welche Gedanken oder Gefühle dabei entstehen. Diese Informationen helfen mir, ein erstes Bild zu erhalten und passende therapeutische Schritte einzuleiten.

Manche Menschen hatten ausserdem noch nie einen Orgasmus, während andere ihn im Laufe des Lebens verlieren, weil Unsicherheit, Leistungsdruck oder unangenehme Erfahrungen entstehen.

5. Drei wirksame therapeutische Wege

Genital kennenlernen

Viele Menschen haben ihren Penis, ihre Vulva oder ihren Beckenboden noch nie bewusst betrachtet. In der Therapie nutzen wir Berührungen, Spiegelarbeit und verschiedene Positionen, um die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu vertiefen.

Solosex als Übungsfeld

Neue Körperhaltungen, veränderte Atmung oder bewusste Bewegungen des Beckens können das Erleben positiv beeinflussen und Gewohnheiten neu gestalten.

Körperübungen und Schaukelbewegungen

Fliessende Bewegungen und ruhige Atemrhythmen senken den Druck und helfen, den Körper wieder als genussfähiges Ganzes wahrzunehmen.

Diese Ansätze wirken, weil sie direkt am Erleben ansetzen. Mit der Zeit lernen Menschen, sich weniger auf das Ziel Orgasmus zu fixieren und sich stattdessen wieder auf Spüren und Genuss einzulassen.

Für viele Menschen ist der Orgasmus einer der intensivsten, aber auch herausforderndsten Aspekte ihrer Sexualität. Kaum etwas ist mit so viel Druck und gleichzeitig so vielen unausgesprochenen Erwartungen aufgeladen. Und genau das kann zu Frustration führen – bei Einzelpersonen genauso wie in Paarbeziehungen.
Für viele Menschen ist der Orgasmus einer der intensivsten, aber auch herausforderndsten Aspekte ihrer Sexualität. Kaum etwas ist mit so viel Druck und gleichzeitig so vielen unausgesprochenen Erwartungen aufgeladen. Und genau das kann zu Frustration führen – bei Einzelpersonen genauso wie in Paarbeziehungen.

6. Dein Körper darf leuchten

Der Weg zum Orgasmus ist individuell. Mit Geduld, bewusster Körperwahrnehmung, Entspannung und manchmal auch professioneller Begleitung kann sich Sexualität neu entfalten. Ich wünsche allen Menschen ein Leuchten in den Augen, wenn sie über ihren Orgasmus sprechen, und vielleicht sogar ein kleines Feuerwerk im Körper.

Orgasmus, ein Feuerwerk
Den Körper zu erforschen und neue Entdeckungen zu machen, hilft den Bezug zum eigenen Körper zu stärken.

Die verwendeten Bilder finden Sie hier: www.unsplash.com

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ein Portrait von Melina Dobroka

Melina Dobroka, Sexologin, Basel

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Alles über den Beckenboden: Tipps zur Stärkung und Bedeutung für die Sexualität

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Erektionsstörungen als Folge von Druck

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Eins schon mal vorweg: Die Erektionssfähigkeit eines Menschen verändert sich im Lauf des Lebens. So ist es auch absolut normal, dass die Erektion einmal nicht funktioniert oder schwankt!

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Zyklus 3

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

… kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (z.B. Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren. (Beratung, Therapie, Selbsthilfe)

… kennen psychische Veränderungen in der Pubertät (z.B. verstärkte Scham und Befangenheit, veränderte Einstellung zum eigenen Körper, erwachendes sexuelles Interesse) und wissen, dass diese zur normalen Entwicklung gehören

… können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (z.B. Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung).

… können Darstellungen von Männer- und Frauenrollen sowie Sexualität in Medien auf Schönheitsideale und Rollenerwartungen analysieren und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung kritisch betrachten.

…reflektieren eigene Erwartungen und Anspruche in ihrem Umfeld an Beziehungen, Freundschaften, Partnerschaft und Ehe.(Freundschaft, Partnerschaft, Ehe)

… verbinden Sexualität mit Partnerschaft, Liebe, Respekt, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung und können sexuelle Orientierungen nichtdiskriminierend benennen. (Hetero-, Homosexualität)

… kennen ihre Rechte im Umgang mit Sexualität und respektieren die Rechte anderer. (Selbstbestimmung, Schutzalter, sexuelle Orientierung, Schutz vor Abhängigkeit und Übergriffen)

… können Verhaltensweisen und ihre Auswirkungen im Bereich Sexualität kritisch beurteilen. (Risiken, Übergriffe, Missbrauch, Pornografie, Promiskuität, Prostitution)

… verfügen über ein altersgemässes Grundwissen über die menschliche Fortpflanzung, sexuell übertragbare Krankheiten und Möglichkeiten zur Verhütung.

… kennen die Wirk- und Anwendungsweise verschiedener Mittel und Methoden zur Empfängnisverhütung und können deren Risiken und Nebenwirkungen vergleichen

… kennen Krankheiten, die häufig sexuell übertragen werden, und können erläutern, wie man sich davor schützt.

… wissen um die Verantwortung beider Geschlechter für Empfängnis und Verhütung.

…kennen altersgemässe Medien und Informationsquellen zur Sexualaufklärung.

…können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z.B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential).

Folgende Themen ergeben sich aus diesen Kompetenzen:

  • Gruppenzwang
  • Pornografie: Umgang und Gefahren
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • erstes Mal
  • weitere

Themen für weiterführende Schulen:

  • Beziehungen
  • Lebensstile
  • Medien
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • sexuelle Rechte
  • Berufsspezifische Themen

Zyklus 2

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Die Schüler:innen…

…setzen sich mit dem Zusammenhang von Freundschaft, Liebe und Sexualität auseinander.
…können Qualitäten von Freundschaft und Liebe beschreiben (z.B. Zuneigung, Vertrauen, Gleichberechtigung)
… können über die zukünftige Entwicklung zu Frau und Mann nachdenken
… können Veränderungen des Körpers mit angemessenen Begriffen benennen. (Stimmbruch, Menstruation)
… verstehen Informationen zu Geschlechtsorganen, Zeugung, Befruchtung, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt. (Bau und Funktion der Geschlechtsorgane)
… erhalten die Möglichkeit Fragen und Unsicherheiten bezüglich Sexualität zu äussern
… können Geschlechterrollen (z.B. Merkmale, Stereotypen, Verhalten) beschreiben und hinterfragen sowie Vorurteile und Klischees in Alltag und Medien erkennen
… können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Pubertät (körperliche Veränderungen)
  • Menstruation
  • Erektion
  • erster Samenerguss
  • erster Kuss
  • Verliebtsein, Liebe
  • Beziehungen
  • Bedeutung von Sexualität
  • Pornografie: Umgang und Informationen
  • sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität
  • sexuelle Lust
  • Solosexualität (Selbstbefriedigung)

Zyklus 1

Kompetenzen aus dem Lehrplan 21

Schüler:innen…

… können Unterschiede im Körperbau von Mädchen und Knaben mit angemessenen Begriffen benennen.
… können anhand von Beispielen Rollenverhalten beschreiben und vergleichen.

Folgende Themen ergeben sich aus den Kompetenzen des Lehrplan 21:

  • Ich und mein Körper
  • Mädchen/Jungs
  • Gender
  • Freundschaft, Liebe